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Mit der Selbsternte überwintern

Im Mai 2011 haben wir unsere Selbsternte-Parzelle übernommen. Ich wollte wissen, wie das Gemüse wächst, was für ein Aufwand dahinter steht, und das Gefühl kennen lernen, das eigene Essen selbst zu “produzieren”, also aufzuziehen und zu ernten. Da uns kein Platz zum Anbauen zur Verfügung stand und ich die Idee, das ganze unter “professioneller” Anleitung eines Biobauers zu machen, richtig spannend fand, haben wir uns für eine 45m²-Feldparzelle bei einem Biobauern entschieden.

Der Biobauer hat für alle Parzellen gewisse Gemüsesorten ausgesät und der restliche Platz der Parzelle stand uns zur eigenen Kreativität zur Verfügung. Es gab also Paradeiser, Melanzani, Zucchini, Kürbis, Radieschen, Kohlrabi, Lauch, Sellerie, Salate, Erbsen, Mangold, Peterwurzen, gelbe und rote Rüben, Karotten, Paprika, Gurken, …

Einmal die Woche kümmerten wir uns also dort um’s Unkrautjäten, Umgraben, etc. Es machte richtig Spaß, mit den eigenen Händen in der Erde herum zu wühlen und zu sehen, wie dort ein kleiner Paprika wächst, die Zucchini blüht und die Fisolenpflanzen schon erste Früchte tragen.

Nach und nach wurden die Früchte abgeerntet und es war Platz für Neues. Von Mai bis Oktober war also Selbsternte-Zeit. Im Oktober war noch einiges an Gemüse über – vor allem Sellerie, Karotten, … Wir machten uns schlau, wie man das eigene Biogemüse konservieren kann, um auch im Winter davon zu zehren. Es ist jetzt Ende Dezember und wir essen noch immer Zucchini- & Karottensalate, vom eigenen Suppengewürz (getrocknet / mit Salz konserviert), vom tiefgefrorenen Karotten bzw. von den Lagererdäpfeln und -kürbissen.

Wieso komm ich genau jetzt auf das Thema? Wir haben uns bereits für die Saison 2012 angemeldet und ich recherchiere gerade, was wir nicht alles für Sorten haben möchten, was der Bauer dieses Jahr anbieten wird, wo ich Saatgut her bekomme, wann wir anfangen, die Pflanzen am Fensterbrett vorzuziehen, … Was auf jeden Fall dabei sein muss, sind “Vert Petit de Paris” ;-)