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Legehähne im Schredder

Eier essen wir täglich: als weiches Ei oder Ham & Eggs zum Frühstück, im Kuchen, im Omelett, als Spiegelei oder Eiaufstrich. Für diese Massen an Eiern, die man zur Deckung dieses hohen Bedarfs benötigt, gibt es die Legehennenindustrie. Hierfür werden viele, viele kleine Küken ausgebrütet, die quasi die nächste Generation der Legehennen bilden werden. Diese schlüpfen dann. Unter den Küken befinden sich naturgemäß Hühner und Hähne, also Weiblein und Männlein.

Aber was machen eigentlich die Hähne in der Legeindustrie?

Kurz nach dem Schlüpfen werden die Küken nach Geschlechtern getrennt, man nennt das “Sexen”. Es wird also bestimmt, ob das kleine flauschige Ding Eier legen kann oder nicht. Die Hennen sind “die Guten”. Sie wurden so gezüchtet, dass sie viele, viele Eier legen können, und gleichzeitig nur sehr effizient Nahrung zu sich nehmen, also billiger in der Fütterung sind als früher.

Die Hähne haben jetzt zum ersten und letzten Mal das Licht der Welt erblickt. Sie können keine Eier legen und sind nicht “fleischig” genug, um später gegessen zu werden. Es gibt nun zwei Möglichkeiten, die in der Legehennenindustrie angewandt werden: Vergasen oder Zerhäckseln. Also entweder werden die Hahnenküken in Kammern gesperrt und bei vollem Bewusstsein vergast. Oder sie kommen in eine Art Schredder (“Homogenisator”), der die Tiere zu “Kleinholz” verarbeitet.

“Wenn bei einem Durchgang nicht alle Küken tot sind, muss nachgegast werden, wie es im Branchenjargon heißt.” (Zitat von der ZDF-Doku)

Leider wird so mit den Hahnenküken sowohl in der Intensivtierhaltung als auch in Bio-Betrieben verfahren. Der einzige Unterschied ist finde ich, dass die jungen Hähne im Biobetrieb zumindest etwas verpasst haben. Im konventionellen Betrieb muss man sich überlegen, ob es den geschredderten Hähnen oder den überlebenden Hennen besser ergeht.

Wer das übrigens nicht glaubt, darf es sich hier (Bsp. USA) oder hier (Bsp. D) ansehen. Oder hier oder hier nachlesen.